Eisstockschießen

Eisstockschiessen katawan

Das Eisstockschießen wird immer populärer und erfreut sich damit wachsender Beliebtheit.

Großes Interesse am Eisstockschießen gibt es nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch in den USA und Kanada, ebenso in Australien, weiten Teilen Afrikas sowie in Südamerika. In wärmeren Ländern wird oftmals eine Abwandlung gespielt. Hierzu werden die Spielflächen aus Beton oder anderen Materialien gewachst, wodurch die Spielgeräte gleiten.

Die Eisstocksport-Begeisterten ärgern sich vor allem dann, wenn ihr Lieblingssport mit dem (olympischen) Curling verwechselt wird. Zumindest im Ansatz ist das Eisstockschießen jedoch schon mit Curling vergleichbar, wobei die Unterschiede bei genauerer Betrachtung doch größer sind.

Im folgenden Text gibt es umfangreiche Informationen zum Eisstockschießen, Interessantes zur Geschichte dieses Randsports, eine einfache Erklärung zu den Regeln sowie die Darstellung verschiedenster Spielvariationen und -varianten.

Außerdem findest du einige hilfreiche Tipps und Tricks, um geschickt Punkte zu sammeln.

Allgemeines zum Eisstocksport

Das Eisstockschießen ist unbestritten nicht nur eine unterhaltsame Wintersportart, sondern vor allem ein Präzisionssport, welcher viel Geschicklichkeit verlangt.

Im Winter werden die Wettkämpfe auf speziell präparierten Eisbahnen, in der wärmeren Jahreszeit auf besonderen Spielflächen ausgetragen.

Überwiegend in Österreich und Bayern, inzwischen jedoch auch in ganz Deutschland, wird der Eisstock über das Eis geschossen. Diesem Volkssport wird vor allem in Ortschaften mit entsprechender Eisstockbahn in Vereinen nachgegangen.

Ziel des Spiels ist es, seinen Eisstock innerhalb des Spielfelds möglichst nahe an die sogenannte Daube – so wird der Zielstein genannt – zu schießen. Dabei treten zwei Mannschaften, meist in Viererteams gegeneinander an. Die vereiste Spielfläche beim Eisstockschießen nennt man Kehren. Wie etwa beim Bowling, gibt es für gewöhnlich mehrere Bahnen bzw. Kehren nebeneinander.

Vor allem außerhalb des Wettbewerbes werden die Standard-Eisstock-Regeln abgewandelt, um gezielt Schwächen und Spielzüge zu verbessern.

Kehre, Eisstock & Daube

Während es, wie gerade erwähnt, vor allem bei Freizeitspielen häufig Abwandlungen der offiziellen Eisstock-Regeln gibt und auch die Kehren sowie die Spielgeräte (Eisstöcke und Dauben) unterschiedlich ausfallen, gibt es für den professionellen Sport im Eisstockschießen klare Regeln und Vorgaben. Diese beziehen sich unter anderem auf das Spielfeld und die Eisstöcke selbst. Mittlerweile sind sogar die Dauben genormt.

Wer sich die Regeln der IFI – die International Federation Icestocksport, ein Dachverband von über 45 Nationenverbänden aus allen Kontinenten – genauer ansehen will, findet hier den entsprechenden Link zum Regelbuch der IFI.

Die Kehren

Wie es die Bezeichnung des Sports „Eisstockschießen“ bereits erahnen lässt, wird dieser standardmäßig auf Eis ausgeführt.

In den wärmeren Monaten wird auf Beton- oder Asphaltkehren ausgewichen. Zu diesem Zweck muss die Laufsohle – so bezeichnet man den Belag auf der Unterseite der Eisstöcke bzw. Stöcke – angepasst werden. Dazu im Kapitel über die Reglementierung der Eisstöcke mehr.

Wer immer und überall seinen Eisstock schwingen möchte, verwendet dafür einen speziellen Teppich.

Jedenfalls hat die Gesamtlänge des Eisfeldes, um regelkonform ausgestattet zu sein, 29 bzw. 30 Meter zu betragen und etwa 4 Meter breit zu sein.

Die Kehre bzw. die tatsächliche Spielfläche, ist etwa 24.5 Meter lang und 2.9 bis 3 Meter breit. Das bedeutet, dass der Kehre immer ein Sicherheitsabstand zum Rand hinzuzurechnen ist, weshalb das Feld immer größer ist als die Kehre selbst.

Eine Bande wird nicht vorausgesetzt.

Diese Regelungen gelten für künstlich angelegte Eisstockbahnen. Für Natureis-Bahnen gelten andere, abweichende Regeln. Das Spielfeld beträgt dabei 32 Meter, statt 30.

Eisstock Daube Zielbereich katawan
1

Eisstock

2

Daube

3

Zielkreuz

Der Eisstock

Wie in vielen anderen Sportarten, werden die Maße und das Gewicht des Wettkampfgeräts, nämlich des Eisstocks, genau geregelt.

Dieser besteht aus drei Elementen:

  1. Stiel
  2. Stockkörper
  3. Grundplatte/Laufsohle

Das Gesamtgewicht des Eisstocks muss mindestens 3.8 kg (mit Schülerstock), darf aber höchstens 5.46 kg betragen. Die jeweilige Kennzeichnung bzw. die Type des Stockkörpers hat auf dem Eisstock angebracht zu sein. Nun aber kurz mehr zu den einzelnen Bestandteilen des Eisstocks.

Der Stiel

Laut offiziellem Regelbuch darf der Stiel aus Titan, Stahl, Chemiefasern und/oder aus metallarmierten Kunststoffen bestehen. Der Griff des Stiels darf grundsätzlich nicht verändert werden. Einzig die Form des Griffs darf vom Eisstockschützen angepasst werden – darunter ist vor allem das Wechseln der Griffbelege zu verstehen.

Das Ende des Stiels ist mit einem sogenannten G 1“ Linksgewinde auszustatten, um diesen mit dem Stockkörper verbinden zu können.

Zwischen dem Stiel und dem Stockkörper muss außerdem eine sogenannte Friktionsscheibe – eine Art Gummischeibe – gelegt werden. Diese muss laut dem Regelbuch grün und IFI-gerecht sein. 

Der Stockkörper

Beim Stockkörper – das ist die Platte, die am Ende des Stiels befestigt wird – unterscheidet man zwischen zwei Bauarten. Bei der einen wird der Stockkörper mit einer Zwischenplatte hergestellt, bei der anderen wird die Zwischenplatte durch sogenannte Stahlstege ersetzt.

Die Hauptbauteile des Stockkörpers sind der Stahlring, die Zwischenplatte/Stahlstege und die Haube, welche fest miteinander verbunden sein müssen.

Wie bereits im vorangegangenen Absatz über den Eisstock erwähnt, ist auch beim Stockkörper das zulässige Mindest- und Maximalgewicht genormt. Im Regelwerk spricht man dabei von Massen.

Vergleichbar mit den Größen der Fußbälle (im Nachwuchsbereich wird mit der Ballgröße 4, ab einem bestimmten Alter mit der Ballgröße 5 gespielt), gibt es auch im Eisstocksport verschiedene Typen mit folgendem normierten Gewicht:

  • Stockkörper M: 3,80 bis 3,83 kg
  • Stockkörper L: 3,70 bis 3,73 kg
  • Stockköper P: 3,50 bis 3,53 kg
  • Stockkörper E: 2,73 bis 2,78 kg (Schülerstock)

Die Grundplatte & Laufsohle

Die Grundplatte ist, je nach verwendetem Spieluntergrund (Eis, Asphalt oder Beton) für Sommer- oder Winterlaufsohlen konzipiert. Die Sommerlaufsohlen sind meist aus Kunststoff, die Winterlaufsohlen aus oft aus Gummi. Sämtliche verwendete Materialien müssen natürlich auch hier aus IFI-zugelassenen Werkstoffen sein.

Darüber hinaus werden diese Laufsohlen in den Härtegraden weich bis hart und in den unterschiedlichsten Farbausführungen angeboten. Die Härtegrade sagen lediglich aus, wie stark dieser Belag gleitet.

Jedenfalls haben die Grundplatten, genau wie die Stockkörper, eine G 1“ Innenlinksgewinde-Buchse aufzuweisen, damit der Stiel, der Stockkörper und die Grundplatte fest miteinander verbunden werden können.  

Die Daube

Im Regelbuch der IFI wird die Daube auch als beweglicher Zielgegenstand bezeichnet. Die kleine Scheibe besteht aus dickem Gummi und ist für Eiskehren profiliert durch Noppen oder Rillen, damit sie bei einem Treffer nicht sofort aus dem Spiel fliegt. Auf Sommerbahnen aus Asphalt oder Beton ist die Oberfläche der Daube glatter.

Wie eingangs bereits erwähnt, sind der Aufbau, das Material und die Maße der Daube genau reglementiert. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt werden, darf man damit bei offiziellen Wettkämpfen teilnehmen. Darüber hinaus muss die Daume mit einer IFI-Registriernummer ausgestattet sein.

Außerdem muss auf den Dauben eine Zentrierhilfe angebracht sein, damit diese, falls sie zum Beispiel aus dem Spiel geschossen wird, wieder exakt auf dem Zielkreuz positioniert werden kann.

Das Gewicht muss mindestens bei 380 g, höchstens bei 430 g liegen. 

Der Durchmesser liegt bei 12 cm, die Höhe bei 4 bis 4.5 cm.

Eisstockschießen als Freizeitbeschäftigung

Will man den Eisstocksport ausüben, bieten sich in Deutschland und Österreich unheimlich viele Möglichkeiten, diesem Sport nachzugehen. 

Die Hochburg des Eisstocksports in Deutschland ist definitiv Bayern, weshalb es in und um München unzählige Eisstockplätze bzw. Kehren gibt. Aber auch in Berlin oder Hamburg, wo der Eisstocksport relativ unbekannt ist, kann man diesem faszinierenden Präzisionssport nachgehen.

Egal ob in Eishallen oder auf anderen Eis-, Beton- oder Asphaltbahnen – Eisstock-Fans finden sich vielerorts ihren Platz zum Spielen.

Was viele nicht wissen: vor allem in der Weihnachts- und Winterzeit gibt es auf manchen Weihnachtsmärkten oder auf temporären Eisbahnen entsprechende Spielfelder.

So ist es nicht verwunderlich, dass das Eisstockschießen auch in Gebieten, wo der Sport weniger bekannt ist, wie etwa in Stuttgart, in Dresden, in Hannover oder in Bonn gespielt werden kann. Andere Städte wie Kiel, Detmold, Bielefeld, Bremen oder Chemnitz sind in dieser Aufzählung ebenfalls nicht außer Acht zu lassen.

Eisstockschiessen Eisstoecke im Zielbereich bei Daube katawan

Eisstock-Platz finden

Der Eisstocksport hat seine Hochburgen, wie bereits erwähnt, vor allem in Süddeutschland, in Österreich und der Schweiz. Aber auch in Südtirol, Ungarn, Polen oder Slowenien wir der Sport aktiv ausgeführt.

In Deutschland bieten unzählige Vereine entsprechende Kehren an, auf denen sowohl Profis als auch ambitionierte Hobby-Eisstockschützen spielen und trainieren können. Um einen Eisstockplatz direkt in deiner Nähe zu finden, ist katawan aktuell daran, ein übersichtliches Verzeichnis aller bzw. vieler Eisstockbahnen zu erstellen und so schnell wie möglich an dieser Stelle anzubieten! 

Regeln und Spielvarianten

Wie man beim Lesen dieses Artikels bereits erkennen konnte, gib es für das Eisstockschießen klare Regeln und Vorgaben der International Federation Icestocksport. 

Beim Lesen des Regelbuchs wird einem schnell schwindelig, immerhin umfasst dieses über 130 Seiten. Somit ist das Eisstockschießen alles andere als eine einfache Sportart, über dessen Regeln jeder von Haus aus Bescheid weiß.

Die Vorgaben sind zwar sehr umfangreich, aber nicht besonders schwer zu verstehen – man muss sich einfach die Zeit nehmen.

Im Folgenden gehe ich nur kurz auf die offiziellen Spielregeln ein. Falls du einfach nur zum Spaß zum Eisstockschießen gehen willst, erfährst du alles Nötige vor Ort! 

Im Vergleich zum Golfsport, benötigt man beim Eisstockschießen nämlich keine Platzreife.

Das Eisstockschießen wird bei offiziellen Wettkämpfen überwiegend als Mannschaftswettbewerb oder als Zielwettbewerb ausgetragen.

Der Mannschaftswettbewerb

In der Regel treten beim Eisstock-Mannschaftswettbewerb zwei Teams gegeneinander an und versuchen, ihre Eisstöcke möglichst nahe an die Daube im Zielbereich zu spielen.

Innerhalb des Zielbereichs darf die Daube durch Berührungen mit einem Eisstock bewegt werden und bleibt dann an dieser neuen Position liegen. Wird die Daube aus dem Zielbereich gespielt, wird sie erneut auf dem Zielkreuz zentriert.

Spielt man nur zum Spaß und nicht im Wettbewerb, wird der private Wettkampf auf nur einen Kehre ausgetragen, Profis spielen auf mehreren Kehren gleichzeitig.

Eisstockschiessen Eisstoecke rot gelb Menschen katawan

Gegnerische Eisstöcke (in guter Lage zur Daube) dürfen aus dem Spielfeld geschossen werden. Stöcke außerhalb des Zielbereichs werden entfernt. Wurden alle Eisstöcke geschossen, gilt die Runde als beendet.

Für jeden Eisstock im Zielbereich gibt es einen sogenannten Stockpunkt. Der am nächsten zur Daube gelegene Stock wird mit drei Punkten gewertet. Stöcke, die zudem näher an der Daube als die des Gegners sind, werden außerdem mit zwei Stockpunkten gewertet.

Der Sieger der Runde bekommt zwei Gewinnpunkte, der Verlierer keine. Geht die Runde unentschieden aus, bekommen beide Teams oder Spieler jeweils einen Punkt.

Im durch das offizielle Regelbuch der IFI normierten Spielablauf sind in offiziellen Wettkämpfen stets vier Spieler pro Team, wobei jeder Spieler pro Kehre einen Versuch hat.

Der Zielwettbewerb

Beim Zielwettbewerb im Eisstockschießen wird für gewöhnlich in vier Durchgängen mit jeweils sechs Versuchen gespielt. Dabei können bis zu 60 Punkte je Durchgang erzielt werden.

Gespielt wird als Mannschafts- oder Einzelwettbewerb. Am Ende werden die Resultate aller Durchgänge zusammengezählt. In der Regel werden mindestens zwei Runden gespielt, was dann zwei Mal vier Durchgängen entspricht. Die maximal zu erreichende Punkteanzahl beträgt somit 480.

Je nach Spielvariante können unterschiedliche Ziele festgelegt sein. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, die Eisstöcke möglichst nahe am Mittelkreuz zu platzieren – dabei wird keine Daube verwendet.

Der Weitenwettbewerb

Auf Natureis und auf zugefrorenen Seen werden oft sogenannte Weitenwettbewerbe ausgetragen. Ziel dabei ist es, den Eisstock so weit wie möglich zu schießen. 

Der Weltrekord liegt dabei übrigens bei unglaublichen 566.53 m. Fast noch unglaublicher ist der Zeitpunkt, indem der Weltrekord erzielt wurde: 1989, womit er 30 Jahre alt ist. Der Weltrekordhalter ist übrigens Manfred Zieglgruber aus Deutschland.

Der österreichische Rekord liegt bei 447 Metern und wurde 2017 erreicht.

Eisstockschiessen Weitschussbewerb katawan

Tipps & Tricks

Rund um das Eisstockschießen gibt es einige Tricks und Tipps, die dabei helfen, das Können zu verbessern. Vor allem Einsteiger sollten sich diese zu Herzen nehmen, um besser mit dem Eisstockschießen zurecht zu kommen oder gar einen „alten Hasen“ auf der Kehre zu ärgern.

Im Wesentlichen gibt es drei einfache und kurze Tipps, die viel ausmachen können:

  • Rutschfeste Schuhe verwenden. Die richtigen Schuhe für’s Eisstockschießen sind rutschfest und haben eine stabile Sohle. Man kann auch auf Spikes zurückgreifen, um einen noch besseren Halt zu haben. Im Hobbybereich macht dies aber kaum jemand.
  • Warm genug anziehen. Wer Eisstockschießen möchte, sollte sich warm, wind- und wasserfest anziehen. Vor allem, wenn draußen gespielt wird. Sind die Hände erst einmal kalt, ist auch die Präzision eingefroren und dahin.
  • Locker bleiben. Wer sich konzentriert, aber locker bleibt, hat die besten Chancen. Wer zudem Erfahrung mit Bowling, Kegeln oder auch Curling hat, hat einen weiteren Vorteil. Auch, wenn es nicht so gut läuft: bleib ruhig. Verkrampft man zu sehr, gelingt einem oft nichts mehr.

Der Deutsche Eisstock-Verband (DESV)

Der im Juni 1966 in Freudenstadt gegründete DESV hat seinen Sitz mittlerweile in München, Bayern. Hunderte deutsche Eisstock-Vereine sind im Deutschen Eisstock-Verband (DESV), vertreten. Der DESV wiederum ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund und der IFI.

Bei den Europameisterschaften 2019 der Jugend und Junioren konnte sich die Junioren U23 Mannschaft beim Mannschaftsspiel gegen Italien und Österreich durchsetzen und gewann damit die Goldmedaille

Auch im Einzel-Eisstocksport-Zielwettbewerb in der Kategorie U23 konnte der deutsche Eisstockschütze Stefan Zellermayer für Deutschland die Goldmedaille gewinnen.

Insgesamt zählen Deutschland und Österreich zu den Top-Eisstock-Sportnationen, weshalb ein permanenter Kampf um Platz 1 und Platz 2 herrscht.

Die Eisstock-Bundesliga

In Deutschland und Österreich gibt es jeweils eine Eisstock-Bundesliga für Männer und Frauen. Dabei handelt es sich um die höchste Spielklasse im Eisstockschießen. Sie ist in Deutschland in unterschiedliche Regionen unterteilt, nämlich in Nord, Süd, West, Ost sowie Süd-West.

Eine Besonderheit ist der Norden. Im Norden gibt es nur sehr wenige Vereine, weshalb es keine Klassen niedriger als die Bundesliga gibt. Der Ligabetrieb findet hier etwas anders als üblich statt. Im Norden werden nämlich stattdessen die sogenannten Norddeutschen Meisterschaften ausgetragen.

Generell gibt es in den einzelnen Bundesländern auch Landesmeisterschaften.

Ein weiteres besonderes Bundesland, was den Eisstocksport betrifft, ist Bayern. Hier gibt es verschiedene Spielklassen bis runter auf die Kreisebene. Deshalb ist es in Bayer wie auch in Österreich möglich, in die einzelnen Ligen auf- oder abzusteigen.

Ursprung und Geschichte des Eisstockschießens

Seinen Ursprung hat diese Sportart vermutlich im 13. Jahrhundert als sie aus Skandinavien nach Deutschland und in den mitteleuropäischen Raum gebracht wurde. In Holland und im Alpenraum wurde eine ähnliche Wintersportart erstmals im 16. Jahrhundert auf Bildern dokumentiert. Lange gab es daher die Vermutung, das Eisstockschießen stamme aus Holland. Diese Theorie wird inzwischen allerdings vielfach angezweifelt.

Die meisten Vereine sind bereits mehrere Jahrzehnte alt, manche wurden sogar schon zu Beginn des 20. Jahrhundert gegründet.

Die Spielgeräte, die Eisstöcke, wurden früher aus Holz individuell gefertigt. Somit gab es teilweise deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Sie wurden mit einem Eisenreifen ergänzt, sodass der Eisstock auf dem Eis auch gleiten konnte. Heute ist der gesamte Eisstock genau durch das IFI-Regelbuch normiert.

Die ersten Spielfelder und auch die Dauben waren nicht genormt, sodass es auch hier vielfach Unterschiede gab.

Das das Eisstockschießen schon immer eine Mannschaftssportart war, zeigt das Beispiel Oberbayern. Dort wurden die zugefrorenen Seen der Voralpen zum Spielen genutzt. Das Besondere: hier traten ganze Dörfer gegeneinander an.

Die erste Europameisterschaft im Eisstockschießen fand im Jahr 1951 in Garmisch-Partenkirchen statt.

1983 gab es in Frankfurt am Main die erste Weltmeisterschaft. 

Obwohl die Sportart nach wie vor nicht olympisch ist, wurde sie dennoch bei den Olympischen Winterspielen 1936 sowie 1964 vorgeführt.

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