Lebensmittel

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Als Lebensmittel, veraltet auch Viktualien genannt, werden sämtliche Substanzen bezeichnet, die dazu dienen den menschlichen Körper zu ernähren und dadurch zu erhalten. Weiters versteht man unter Lebensmittel sowohl Nahrung mit Makronährstoffen als auch Trinkwasser mit seinen Mikronährstoffen, überwiegend Mengenelemente.

Nach der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 zählen natürlich alle üblichen Stoffe und Erzeugnisse, die der Mensch „nach vernünftigem Ermessen“ aufnimmt, zu den Lebensmitteln. Interessant oder zumindest interessant ist, dass demnach Kaugummis zu den Lebensmitteln gehören. 
Gemäß Artikel 2 leg. cit. gehören unter anderem Futtermittel, lebende Tiere und Pflanzen vor dem Ernten nicht zu den Lebensmitteln. 

Lebensmittel vs. Nahrungsmittel

Vertreter der Vollwerternährung, in der unbehandelte und frische Produkte bevorzugt werden, unterscheiden zwischen den Begriffen Lebensmittel und Nahrungsmittel. Nach ihrer Auffassung zeichnet Lebensmittel aus, dass sie nicht konserviert und nicht über 43°C erhitzt werden. Durch das Erhitzen verlieren viele Lebensmittel wichtige Mikronährstoffe wie beispielsweise Vitamine. Somit leben Als Nahrungsmittel werden somit alle Lebensmittel bezeichnet, die diesen Anforderungen nicht entsprechen.

Lebensmittelgruppen

Hauptaufgabe der Lebensmittel ist es, Nährwerte zu liefern, die unserem Körper Energie liefern. Der Hauptunterschied zwischen Makro- und Mikronährstoffen ist jener, dass Proteine, Fette und Kohlenhydrate – sie gehören zu den Makronährstoffen – Energie in Form von kcal liefern. Diese Brennwerte fallen, je nach Lebensmittelgruppe, unterschiedlich aus. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen fünf verschiedenen Gruppen:

  • Pflanzliche Produkte – Gemüse, Obst, Marmelade, Zucker, Gewürze
  • Tierische Produkte – Fisch, Honig, Eier, Milchprodukte, Fleisch
  • Pilzliche Produkte – sämtliche Pilzarten
  • Getränke – alkoholfreie und alkoholische Getränke
  • Sonstige Produkte – Salz, Saucen, Fertiggerichte, Suppen

Rohkost

Unter Rohkost versteht man sämtliche Lebensmittel in ihrer reinsten Form – unverarbeitet. Darunter fallen alle pflanzlichen Produkte wie beispielsweise Nüsse, Pilze, Obst und Gemüse wie Sauerkraut.

Der Vorteil, diese Lebensmittel als Rohkost zu verzehren liegt darin, dass dadurch in der Regel die Spurenelemente, Mengenelemente und Vitamine erhalten bleiben und vom Körper so ideal aufgenommen werden können.

Verarbeitete Lebensmittel wie Fertigpizzen oder Suppen aus dem Päckchen sind zwar praktisch, wenn man wenig Zeit hat, jedoch auf Dauer nicht wirklich gesund. Ein Vorteil liegt allerdings darin, dass diese Fertigprodukte in der Regel viel günstiger sind als Rohkost-Produkte. Aber stimmt das? Christian Pörtzel hat mit seinem Buch „Rohkost für LowCost“* den Gegenbeweis angetreten. Dort beschreibt er, wie man sich für unter 50 Euro im Monat ausschließlich mit Rohkost ernähren kann.

Lebensmittelabfall

Laut Schätzungen des WWF (World Wide Fund For Nature) landen jährlich rund 18.000.000 Tonnen, das sind 18.000.000.000 kg (= 18 Milliarden Kilogramm), im Müll. 1,4 Milliarden Kilogramm entfallen dabei allein auf Speisekartoffeln. Die Jahresernte an Kartoffeln beträgt in etwa 4,3 Milliarden Kilogramm, was bedeutet, dass davon mehr als ein Drittel der Ernte im Mülleimer landet.

In Deutschland entfallen pro Person jährlich knapp 82 kg Lebensmittel-Müll. Laut dem Bericht „Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland“ der Universität Stuttgart, ließen sich bis zu 45% an weggeworfenen Lebensmittel vermeiden.

Frankreich erließ 2012 ein Gesetz, welches diesem Problem entgegenwirken soll. Demnach ist es den Supermärkten seit 2016 untersagt, Lebensmittel wegzuwerfen. Ab einer bestimmten Größe der Verkaufsflächen müssen diese sogar verpflichtend Vereinbarungen mit karitativen Organisationen abschließen. Ein sehr lobenswerter Schritt in die richtige Richtung!

Berichte zu einzelnen Lebensmitteln

katawan bietet dir regelmäßig Beiträge zu verschiedenen Lebensmitteln mit all ihren Nährwerten und Vorteilen.

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