Keratin

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Keratin ist ein grober Überbegriff für verschiedene sogenannte Faser-Proteine. Der Name stammt aus der griechischen Sprache ‚κέρας‘ bzw. ‚kéras‘ und bedeutet so viel wie „Horn“. Wie der griechische Name schon andeutet, bestehen die Hörner, aber auch die Hufen und die Krallen von Säugetieren zum Großteil aus Keratin. Des Weiteren ist Keratin ein Hauptbestandteil der Haare, der Finger– und Fußnägel, als auch der Epidermis. Als Epidermis wird die äußerste Hautschicht bezeichnet.

Man hat herausgefunden, dass Fasern, die durch Disulfidbrücken mit der Aminosäure L-Cystein vernetzt sind, stärker sind. Disulfid-Verbindungen sind chemische Verbindungen – auf deren genaue Zusammensetzung an dieser Stelle nicht näher eingegangen wird – welche die Ursache für den typischen Schwefelgeruch, wenn Haare oder Nägel verbrannt werden, sind. Grob formuliert, sind Disulfide generell übelriechende chemische Verbindungen. Sie entfalten ihren Geruch beispielsweise auch bei geschnittenen Zwiebeln und geschnittenem Knoblauch.

In diesem Bericht werden viele komplexe technische und chemische Details ausgeklammert. Auf Erläuterungen der Unterschiede zwischen Alpha-Keratin und Beta-Keratin wird jedoch nicht verzichtet.

α-Keratine

Das Alpha-Keratin (oder α-Keratin) ist ein Eiweiß (Protein) und besteht aus verschiedenen Aminosäuren wie Alanin, Leucin, Arginin und Cystein. Alpha-Keratine finden sich überwiegend in der Haut, dem Haar und den Nägeln von Säugetieren. Es zählt, aufgrund seiner dichten Struktur, zu den stärksten natürlichen Materialien überhaupt. Alpha-Keratin-Gewebe ist extrem elastisch und kann in äußersten Fällen bis auf die doppelte Größe (aus)gedehnt werden – wie z.B. bei gesundem Haar. Eine entsprechende Dehnung ist reversibel, das heißt, das gesunde Haar kann sich beispielsweise ohne dauerhafte Schäden wieder auf die ursprüngliche Länge und Form zurückbilden.

β-Keratine

Das Beta-Keratin (oder β-Keratin) zählt wie das Alpha-Keratin zur Gruppe der Proteine (Eiweiß). Im Gegensatz zum Alpha-Keratin, findet man Beta-Keratin hauptsächlich in der Haut von Reptilien – bei Krokodilen, Echsen und Schlangen. Es hat eine imprägnierende Wirkung und schützt die Tiere somit nicht nur vor dem Austrocknen, sondern dichtet sie gleichzeitig auch ab – eine enorm wichtige Funktion, wenn man bedenkt, dass viele Reptilien der Großteil ihres Leben im bzw. am Wasser verbringen.
Überdies werden die Krallen, die Schnäbel und die Federn von Vögeln überwiegend aus Beta-Keratin geformt. Das gleiche gilt für Spinnennetze und Seide.

Keratin in der Ernährung

Wer widerstandsfähige und gesunde Nägel und attraktiv wirkendes und glänzendes Haar haben möchte, sollte jedenfalls auf eine ausgewogene und vor allem eiweißreiche Ernährung Wert legen. Das Sprichwort „Du bist, was du isst“ gilt selbstverständlich auch für deine Haare und deine Nägel. Am Günstigsten wirken Fisch (Lachs, Hering, Forelle), Eier, Milch und andere Milchprodukte, aber auch hochwertige Fleischprodukte wie z.B. eine zarte Hühnerbrust oder ein schmackhaftes Rumpsteak (vom Rind). Aus gesundheitlichen Gründen solltest du auf eine gute Balance zwischen pflanzlichen und tierischen Eiweißen achten. Laut Ärztinnen, enthalten pflanzliche Lebensmittel weniger Cholesterin als tierische.

Es ist aber nie so einfach, wie es klingt: In der hektischen Arbeitswelt meinen viele Menschen, immer weniger Zeit zu haben, um sich ausgewogen ernähren zu können. In diesem Fall können eiweißreiche Nahrungsergänzungsmittel – wie beispielsweise jene von Alpha Foods  – Abhilfe schaffen. Nichtsdestotrotz, sollte das Hauptaugenmerk auf einer gesunden und natürlichen Ernährungsweise liegen. Proteinpulver kann niemals eine an Makronährstoffen und Mikronährstoffen reiche Ernährung zur Gänze ersetzen – Nahrungsergänzungsmittel sollten immer nur einen Zusatz darstellen.

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Ein dritter Punkt ist zu beachten: Neben einer an Proteinen und (folglich) an Aminosäuren reichhaltigen Ernährung, solltest du deinen Körper mit genügend Biotin versorgen. Das Biotin, ein wasserlösliches B-Vitamin, spielt eine wichtige Rolle beim Eiweiß-Stoffwechsel, und ist somit stellt es einen wichtigen Faktor für gesundes glänzendes Haar, widerstandsfähige Nägel und zarte glatte Haut dar. Durch den Verzehr folgender Lebensmittel, kannst du für ausreichend Biotin in deinem Körper sorgen: Getreideprodukte (z.B. Haferflocken, Speisekleie), Reis, Milch und Milchprodukte, Ei, Obst, Gemüse (z.B. Karotten, Erbsen), Sojabohnen und Nüsse.

Hier findest du eine Liste von Nahrungsmitteln, die sowohl reich an Proteinen, an Aminosäuren als auch an Biotin sind. Deren Verzehr ist somit die ideale Voraussetzung für schönes Haar und kräftige Fuß- und Fingernägel. Neben vielen bekannten Nahrungsmitteln, ist auch die süßlich schmeckende und gesunde Dattel ein guter Lieferant all dieser Nährstoffe.

  • Getreideprodukte (Haferflocken, Weizenmehl)
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Sojabohnen)
  • Gemüse und Salate (Spinat, Grünkohl, Möhren, Kartoffeln)
  • Obst (Datteln, Erdbeeren, Bananen, Pfirsiche, Avocados, Äpfel)
  • Milchprodukte (Vollmilch, Joghurts, Speise-Quark, Buttermilch, Camemberts, Bries)
  • Fisch (Austern, Lachs, Hummer, Heringe, Forellen, Makrelen, Kabeljaus)
  • Fleisch, Geflügel und Wurstwaren (Schweineleber, Rinderleber, Huhn, Rindfleisch, Schweinefleisch, Frankfurter Würstchen)
  • Nüsse (Erdnüsse, Walnüsse, Cashewkerne)
  • Hühner-Eier

Finger– und Fußnägel

Wie bereits erwähnt, bestehen deine Fingernägel als auch deine Fußnägel überwiegend aus Keratin. Deshalb könnte es gut möglich sein, dass Probleme wie brüchige Nägel, Nagelpilz oder zu starke Rillen in den Nägeln auch an einem Mangel an Keratin liegen könnte.

Keratin als Haarpflegemittel

Ist dein Haar trocken, gekraust und spröde vom vielen Fönen, Färben und/oder Glätten? Benutzt du regelmäßig Haarwachs, Haarspray und silikonhaltige Haarshampoos? Wenn ja, dann setzt du dein Haar regelmäßig großen Strapazen aus. Deine Haare bestehen, wie bereits mehrfach erwähnt, zu einem großen Teil aus Keratin. Aber durch den ständigen Reiz beim Fönen, Färben, Glätten und dem Gebrauch von Styling-Produkten, verliert es einen Teil des selbst produzierten Keratins. Die Folge: Das Haar wird glanzlos, widerspenstig und trocken.

Deshalb sind regelmäßige Erholungsphasen nicht nur für deinen Körper und Geist lebenswichtig, sondern auch für dein Haar unabdingbar – verwöhne dein Haar!

Durch das Auftragen von keratinhaltigen Pflegekuren*, wird neues Keratin in die Haarstruktur eingelagert. Dadurch revitalisiert sich das kraftlose und spröde Haar. Dadurch wird es nicht nur wieder besser kämmbar, sondern auch glänzender und sprungfähiger.

Die Werbung verspricht oftmals prachtvolles Haar, wie aus einem Hollywood-Streifen. Pflegekuren sind jedoch keine Zaubermittel, wobei sie das Aussehen deiner Kopfpracht positiv beeinflussen können und es wieder attraktiver glänzen lassen. Davon zeugt eine große Schar zufriedener Kunden in diversen Onlineshops, die für Keratin-Haarpflege-Produkte durchwegs positive Bewertungen abgegeben haben.

Mitesser – leidest du an unreiner Gesichtshaut?

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Wer kennt sie nicht, die unbeliebten kleinen ‚Freunde‘, die Mitesser! Die Mitesser sind nicht zu verwechseln mit der Akne. Verantwortlich für Mitesser und infolgedessen für das unreine Hautbild sind erweiterte Haarkanäle, die mit Keratin und Talg verstopft werden.

Anfangs werden Mitesser aufgrund ihrer noch weißen Farbe als ‚White-Heads‘ bezeichnet, bis sie zu den sogenannten ‚Black-Heads‘ mutieren. Der Grund für die Schwarzfärbung ist übrigens die Reaktion des Hautfarbstoffs Melanin mit der Luft, dem Licht und den Bakterien. 

Im künstlichen Licht, nahe am Spiegel, werden die dunklen Mitesser gut erkennbar, und die Lust sie auszudrücken ist meist sehr groß.

Davon wird jedoch von Dermatologinnen abgeraten! Denn durch das Ausdrücken entzündet sich das Hautgewebe ringsherum sehr oft und führt zu unerwünschten Rötungen und Entzündungen. Diese schmerzhaften Entzündungen verweilen dann leider auch eine ganze Weile im Gesicht und ziehen die unerwünschten Blicke deiner Mitmenschen an. Also: Lass die schmutzigen Finger weg von den Mitessern, und – sofern unbedingt notwendig – ab in das Kosmetikstudio deines Vertrauens. Dort wirst du von qualifiziertem Personal von deinen Verunreinigungen befreit.

Tipps für die Hautpflege:

Die beste Vorsorge, ist eine ausgewogene Ernährung und eine regelmäßige Gesichtspflege. Gewöhne es dir an, dein Gesicht jeden Morgen und jeden Abend sorgfältig zu reinigen, sofern du Probleme mit Mitessern haben solltest – so wird das Keratin zu deinem wirklichen Freund und nicht zu deinem Feind. Je nach Hauttyp, findest du passende Reinigungs– und Pflegeprodukte sowohl zur Tagespflege-Routine als auch zur Nachtpflege-Routine.

Keratin & Altersflecken

Seborrhoische Keratosen, wie Altersflecken in der Fachsprache heißen, sind gutartige Tumore die im fortgeschrittenen Alter jeden betreffen können. Sie werden nicht durch Viren verursacht – wie beispielsweise Warzen – und sind daher auch nicht ansteckend. Ausgangspunkt dieser Hautwucherungen sind Keratinozyten in der äußersten Schicht der Haut, der sogenannten Epidermis. Keratinozyten sind Zellen der Epidermis, in denen eben Keratin produziert wird.

Die Entstehungsursache von Altersflecken ist jedoch noch unbekannt. Ärztinnen vermuten, dass eine genetische Disposition eine Rolle spielen könnte.

Fazit

Die meisten Menschen wünschen sich natürlich-schönes Haar, widerstandsfähige Nägel und eine gesunde glatte Haut. Viele schädliche Umwelteinflüsse können diesem Ziel jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Einige Faktoren kannst du jedoch selbst beeinflussen und damit die Voraussetzung für all diese Wünsche schaffen. Ernähre dich ausgewogen mit Lebensmitteln, die reichhaltig an Proteinen, Aminosäuren und Biotin sind, denn dadurch unterstützt du deinen Körper bei der Keratin-Produktion und letztendlich beim Aufbau der Haar- und Nagelstrukturen. Des Weiteren solltest du deine Haut regelmäßig reinigen und pflegen und sie mit Sonnenschutzcreme ausreichend vor zu intensiver Sonnenbestrahlung schützen.

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